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[In eigener Sache] Aus gegebenen Anlass /Update

Der gestrige Wahlabend hat die (leider erwartbare) Zäsur in unserer parlamentarischen Demokratie gebracht. Erstmals seit dem Ende der NSDAP werden offen rassistische (und andere krude bis erschreckende) Positionen im Bundestag unverholen vertreten und lauthals demokratischen Errungenschaften der Wert abgesprochen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es umso wichtiger sein wird auch im Kleinen offen gegen solchen Entwicklungen einzustehen, die eigene Position klar zu machen und mit Argumenten zu vertreten. Leider ist die AfD sehr geschickt darin mit Provokationen Themen zu definieren, Debatten zu bestimmen und auf diese Weise demokratische Institutionen – im Versuch dieser darauf mit Ratio zu reagieren – vor sich her zu treiben. Gut auf den Punkt gebracht hat diese Bewertung Toralf Staud in diesem Kommentar für die Zeit (lokale Kopie). Da es nicht immer einfach ist sich den verbalen und rhetorischen Tricks zu entziehen, sei an dieser Stelle folgendes Buch wärmstens empfohlen: “Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: Anleitung zum subversiven Denken” von Hubert Schleichert. Aus der Beschreibung zum Buch:

„Seine Darstellung ist so anregend und bestechend, dass Sie geradezu Lust darauf bekommen werden, die Argumente Ihres Gegners frühzeitig zu durchschauen und sie mit der ganzen logischen Kompetenz eines klaren Verstandes zu unterlaufen.“ Geistvoll und bissig entlarvt der Wiener Philosoph Hubert Schleichert anhand zahlreicher Beispiele die rhetorischen und argumentativen Tricks von Politikern, Dogmatikern und Fundamentalisten jeder Couleur. Er zeigt, wie man die Schwachstellen ihrer Diskussionsweisen und Weltanschauungen nutzt, um in Streitgesprächen besser zu bestehen. Ein im besten Sinne aufklärerisches Buch, ein Lesevergnügen in Logik und Argumentationskunst.

Update: Wer seinen Widerspruch auch öffentlich bekunden möchte, der sein gern auf diesen offenen Brief verwiesen.

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