(Ausbau des) Cyber-Forschungszentrum der Bundeswehr gestartet

Am vergangenen Freitag (23.6.2017) wurde auf dem Gelände der Bundeswehr-Universität in München der Ausbau des bereits bestehenden Forschungszentrums Cyber Defence (CODE) durch die Verteidigungsministerin offiziell gestartet (Q: Bayrischer Rundfunk / lokale Kopie). Die Erweiterungen wurden im Rahmen des Aufbau des neuen Cyber-Organisationsbereiches des Bundeswehr beschlossen und stellen eine deutliche Aufwertung der „Cyber-Forschung“ an der Bundeswehr-Universität dar. Neben einem internationalen Master-Studiengang „Cyber-Sicherheit“ für anfangs 70 Studierende, der im Januar 2018 startet, wurden seit Sommer 2016 elf neue IT-Professuren ausgeschrieben, die durch „67 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Technikern und Verwaltungsangestellten unterstützt werden. Dazu kommen weitere rund 200 wissenschaftliche Drittmittel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. “ (Q: bundeswehr.de / lokale Kopie). Die Einweihung der Verteidigungsministerin betraf das ebenfalls geplante  „Hochsicherheitsgebäude zur Cyber-Forschung“  das „über 7.000 Quadratmeter groß sein und diverse Laboratorien für Cyber-Sicherheit beinhalten [wird], unter anderem für digitale Forensik, Malware-Analyse und Cyber-Lagebild.“ (Q: bundeswehr.de / lokale Kopie). Dabei handelt es sich – zumindestens den Pressemitteilungen zufolge – primär um ein Forschungszentrum der Bundeswehr, das weder als „Cyber-Abwehr-Zentrum“ (wie bspw. der Deutschlandfunk schreibt) an der aktiven Abwehr von Cyberattacken beteiligt sein soll, noch mit dem „Nationalen Cyber-Abwehr-Zentrum (Cyber-AZ)“ des Bundesinnenministeriums verwechselt werden sollte: „Die Forschung wird auf fünf Säulen stehen: Sie bestehen aus Cyber Defence, Smart Data, Mobile Security, e-Health sowie Schutz kritischer Infrastrukturen“(Q: bundeswehr.de / lokale Kopie). Die räumliche Nähe der, ebenfalls auf dem Universitätsgelände neu gegründeten und dem Bundesinnenministeriums unterstellen Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) sollte, insbesondere angesichts der zunehmenden Sprache von die Notwendigkeit von Cyber-Offensiv-Mitteln, Grund zur kritischen Beobachtung der universitären Forschung und deren praktischen Anwendungen und möglichen Unternehmensausgründungen sein. Eine etwas ausführlichere Kritik dazu hier in einem älteren Beitrag. ZITiS wurde – anders als fälschlicherweise ursprünglich unter anderem bei heise.de vermeldet – bereits im Januar diesen Jahres eingeweiht.