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Cyberangriff-Planspiel der EU-Verteidigungsminister „CYBRID 2017“

Im Rahmen des informellen Treffen der EU-Verteidigungsminister haben die Verteidigungsminister der EU heute an einem Planspiel („EU CYBRID 2017“) teilgenommen, bei dem (unter anderem) die europäische Koordinierung im Falle großflächiger Cyberattacken auf die EU simuliert wurde. Als Beobachter war unter anderem der NATO-Generalsekretär Stoltenberg anwesend:

Die strategische Planübung zur Cybersicherheit EU CYBRID 2017 ist die erste ihrer Art für EU-Verteidigungsminister und hat zum Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit von Cyberabwehr in den Militäroperationen der Europäischen Union zu lenken. Ziel ist es weiterhin, Instrumente zur Verfügung zu stellen, falls ein Cyberangriff auf die militärischen Strukturen der EU stattfinden sollte. (Q: eu2017.ee / lokale Kopie)

Über das genaue Szenario ist nicht viel bekannt und folglich leider auch nicht, welche Militäreinheiten der beteiligten Staaten für ein solche Szenario aktiviert würden. Es gibt aber eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE (lokale Kopie) zu diesem Thema, insofern wird es dazu später weitere Details geben.

Die Pressemitteilung der ausrichtenden Kommission spricht davon, dass:

Das Hauptziel der Übung, deren Fokus auf Situationsbewusstsein, Krisenmanagement und strategischer Kommunikation zwischen den Mitgliedstaaten lag, bestand darin, die Vorgehensweise im Falle einer Cyberattacke auf militärische Strukturen der Europäischen Union zu üben. Das Ziel für die Teilnehmer bestand darin, politische Leitlinien zu finden, welche die Europäische Union beim Eintreten eines solchen Falles anwenden kann (..) Während der zweistündigen Übung wurden den Verteidigungsministern Informationen über unterschiedliche Angriffe, die Teile der militärischen Strukturen der EU lahmlegten, zugespielt. Die Minister hatten nur eine begrenzte Zeit, um Entscheidungen zu treffen, wie auf diese Informationen reagiert werden kann. (Q: eu2017.ee / lokale Kopie)

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