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[Kurz notiert] Details zum Aufbau der zivilen Cyber-Einheit ZITiS

Anfang Juli wurde bekannt, dass die Bundesregierung im Rahmen der kommenden neuen Cybersichersicherheits-Strategie auch zivile Cyber-Einheiten, unter anderem beim BMI, aufbauen will, die sich mit der Entwicklung und Beschaffung von IT befassen sollen um „technische Unterstützung für nationale Sicherheitsbehörden im Hinblick auf deren operative Cyberfähigkeiten“ leisten zu können. Neben dem Aufbau von Fertigkeiten zum Brechen von Verschlüsselung könnte diese Einrichtung auch ein Bindeglied zwischen den geplanten offensiven Cyber-Fähigkeiten der Bundeswehr und der Zuarbeit durch zivile Einrichtungen in Friedenszeiten (Hier entsprechende Hintergrundinformationen).

Einer kleinen Anfrage der Fraktion „DIE LINKE“ zufolge gibt es tatsächlich entsprechende Pläne einer, mit 400 Personalstellen ausgestatteten „Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ (ZITiS), die ans BMI angegliedert sein soll. Die Planungen sind lt. Antwort der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen sind.

Die Fragen der Fraktion beziehen sich dabei in erster Linie auf die mögliche Ausweitung von Überwachungstechnologie (mit den entsprechenden Befugnisse bei den Diensten) und die Weitergabe an ausländische Partner-Dienste. Trotzdem enthält die Antwort der Bundesregierung einige interessante Details zu den aktuellen und – aus Sicht der Regierung – notwendigen Fähigkeiten im Cyberspace und ist daher als Lektüre sehr zu empfehlen (lokale Kopie). Eine genauere Auswertung erfolgt hier urlaubsbedingt erst demnächst, ebenso wie die Verlinkung der original Drucksache.

Anmerkung: Die ist ein Beitrag aus der Reihe „Kurz notiert“. Eine kleine Erläuterung dazu gibt es hier.

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