Beteiligung des neuen Cyber-Bundeswehrkommandos an Krisenübung LÜKEX 2018

„LÜKEX (Länder­übergreifende Krisen­management­übung / Excercise) ist eine regelmäßig stattfindende Übung in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel von Lükex ist es, das gemeinsame Management des Bundes und der Länder in nationalen Krisen aufgrund von außergewöhnlichen Gefahren- und Schadenslagen auf strategischer Ebene zu verbessern“ (Q: Wikipedia) Die Übungen werden vom BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) nach thematischen Vorgaben u.a. des BMI (Bundesministerium des Innern) geplant und durchgeführt. Die nächste Übung wird lt. diesen Präsentationsfolien (lokale Kopie) vom 26.-30. November stattfinden, mit dem 28./29. November 2018 als „Hauptübungstage“ und die Krisensituation einer „Gasmangellage“ (Q: BBK / lokale Kopie) unter extremen Winterbedingungen simulieren. Aufgrund der Natur der Übungen sind an den Szenarien oft auch Bundeswehr-Angehörige beteiligt, entweder als Akteure innerhalb des Planspiels oder als Beobachter. Wie der Behördenspiegel berichtet (lokale Kopie) soll die kommende Übung möglicherweise noch um die Komponente eines Ausfalls der „Regelkommunikationswege“ ergänzt werden, was eine „erstmalige Einbindung von BSI und dem Kommando Cyber- und Informationsraum der Streitkräfte [KdoCIR, Anm. des Red.]“ bedeutend würde. Laut Berichten des Bundeswehr-Journal (lokale Kopie) und der Rheinischen Post soll diese Entscheidung bereits getroffen worden sein. Ein solches Szenario – und die praktischen Ergebnisse der Übung – sind interessant, da das neues KdoCIR der Bundeswehr explizit auch für die Cyber-Verteidigung im Inneren zuständig sein soll. Wie diese Aufgabenstellung im im Detail aussehen und praktisch funktionieren könnte wurde bislang nicht näher durch das BMVg oder die Bundeswehr erläutert und könnte sich mit LÜKEX zum ersten Mal konkret zeigen.