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Nachlese zum G20-Gipfel: US-Russische Cybersicherheitseinheit (?)

Am Rande des G20-Gipfeltreffens in Hamburg gab es zwischen den Präsidenten Trump und Putin (mindestens) ein Gespräch, bei dem auch das Thema der Cybersicherheit und der mutmaßlichen Beeinflussungsversuche eine Rolle gespielt haben soll. Kurz darauf verbreitete der Twitter-Account von US-Präsident Trump die Meldung, dass die beiden Staatsführer über die Einrichtung einer gemeinsamen „undurchdringbaren“ Cybersicherheits-Einheit gesprochen hätten:

Putin & I discussed forming an impenetrable Cyber Security unit so that election hacking, & many other negative things, will be guarded.. (Q: twitter.com / lokale Kopie)

Die Bedeutung dieses Vorschlages wurde darauf kurz laut einem Reuters-Bericht vom aktuellen US-Finanzminister Steven Mnuchin dahingehend konkretisiert, dass es darum gehe „[to create] a cyber unit to make sure that there was absolutely no interference whatsoever, that they would work on cyber security together.“ (Q: reuters.com / lokale Kopie). Einem Bericht der regierungsnahe russische Medienagentur Russia Today (RT) zufolge bestätigte Putin diese Gespräche “[to] create a working group and work together on how to jointly monitor security in cyberspace.” (Q: rt.com / lokale Kopie).

In welchem Umfang dieser Vorschlag allerdings auf Seiten der USA mit den Parteikollegen Trumps abgesprochen war bleibt unklar, zumindestens gab es nach dieser Ankündigung enormen Widerstand aus Trumps eigenen Reihen. Mutmaßlich aufgrund dieses Widerstandes sowie der unzähligen Hinweise das eine solche Kooperation bereits aus sicherheitsrelevanten und Geheimhaltungsgründen kaum realisierbar ist twitterte Trump wenig später, dass auch er von der Umsetzbarkeit dieses Vorstoßes nicht überzeugt ist:

„The fact that President Putin and I discussed a Cyber Security unit doesn’t mean I think it can happen. It can’t-but a ceasefire can,& did!“
(Q: twitter.com /lokale Kopie)

Interessant wäre zu erfahren, welche der beiden Seiten diesen Vorschlag aufgegriffen hat und ob die im zweiten Tweet angekündigt „Feuerpause“ in den Cyberscharmützeln weitere Früchte tragen wird. Bislang gibt es noch keine öffentlichen Hinweise dazu. Aus Sicht der oben bereits zitierten Russia Today ist der nahezu unmittelbare Rückzieher des Vorschlages auf Angriffe und eine Blockadehaltung der US-Demokraten gegen den Vorstoß von Trump zurückzuführen (Q: rt.com / lokale Kopie)

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