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[Kurz notiert] IAEA-Chef spricht von Cyberattacke auf AKW

Krankheitsbedingt hier leider nur ein „Kurz notiert“ zu dieser Meldung: Yukiya Amano, Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), die unter anderem für Inspektionen der Atomanlagen im Iran zuständig sind, hat in einem Interview von einem Angriff auf ein AKW in den vergangenen Jahren gesprochen und vor den Gefahren eines solchen Szenarios gewarnt. Laut dem Bericht bei Reuters.com (lokale Kopie) sollen zwar Störungen durch den Angriff erfolgt sein, dennoch war es nicht nötig das AKW abzuschalten. Insofern bleibt unklar wie ernsthaft die Attacken wirklich gewesen sind, da wie bspw. beim Vorfall im AKW Grundremmingen im April 2016 (lokale Kopie) das eigentliche Steuerungssystem der AKWs von den damals infizierten Verwaltungs-Systemen getrennt sind. Dennoch hat bspw. Stuxnet bewiesen dass es mit viel Aufwand und Kenntniss des Systems möglich ist über die Steuerungssoftware bis in den Code der einzelnen Industriekompontenten einzugreifen. Angesichts der notwendigen Ressourcen einer solchen Attacke wie am Beispiel von Stuxnet ausführlich analysiert stellt sich bei dem von Amano skizzierten Szenario die Frage, welche Akteure für solche Attacken in Frage kämen. Terror-Organisationen verfügen mit hoher Wahrscheinlich eher nicht über das Know-How und das Fachwissen um Attacken im Stile Stuxnets aufzubauen und auszuführen während für militärische Akteure ein AKW möglicherweise kein sinnvolles Ziel ist und wenn, dann wären Schäden sehr viel direkter und ohne langjährige Hacking-Attacken mit konventionellen Mitteln zu erzielen.

Anmerkung: Die ist ein Beitrag aus der Reihe „Kurz notiert“. Eine kleine Erläuterung dazu gibt es hier.

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